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11.05.2019

Doris Knecht: „weg“


Die in Vorarlberg geborene, in Wien lebende Autorin und Kulturjournalistin Doris Knecht liest am Donnerstag, 27. Juni 2019 in der Kulturstätte Röda aus ihrem neuen Buch „weg“. Es ist ein atemberaubender Roman über das Festhalten...[ weiterlesen... ]


04.03.2019

Literatur-Dinner "Abenteuer Auslandsdienst"


Liebe Literatur- und Kulinarik-LiebhaberInnen,

internationale Kochkunst und um die Welt reisen? Das geht nicht nur im Flugzeug, sondern auch bei den Hoflieferanten.

Genießen Sie am Mittwoch, 03. April 2019, ab 18 Uhr...[ weiterlesen... ]


11.05.2018

Tätigkeitsbericht 2017


Ab sofort steht der Childrenplanet-Tätigkeitsbericht 2017 online zum Download zur Verfügung und ist in Kürze auch in gedruckter Form erhältlich!


22.06.2017

Eduard-Ploier-Preis 2017


Childrenplanet erhält Eduard-Ploier-Preis  für Entwicklungszusammenarbeit 2017

„Hilfe zur Selbsthilfe“, dieses fundamentale Credo Eduard Ploiers, der damit das humanitäre Grundprinzip der internationalen Entwicklungshilfe...[ weiterlesen... ]


12.12.2016

CHILDRENPLANET erhält den Menschenrechtspreis 2016 für Verdienste um die Menschenrechte


(Linz, 10.12.2016) Am Freitagabend (09.12.2016) nahmen Valentin Pritz (Geschäftsführer) und Christian Gsöllradl-Samhaber (Obmann), im Linzer Landhaus stellvertretend für den Verein CHILDRENPLANET (Verein für die internationale...[ weiterlesen... ]



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Sie sind hier:  Projekte  /  Hopeful Waterproject/  Brunnenbohrungen 2011/12/  

Bericht Brunnenbohrungen/Grabungen 2011/12

Wasser ist Baustein des Lebens. Es ist für uns so selbstverständlich wie die Luft zum Atmen. Man dreht den Wasserhahn auf und das Elixier des Lebens tröpfelt in reinster Qualität heraus. Bereit, getrunken zu werden. Doch was es heißt, diesen Lebensstandard zu haben, lernt man erst dann richtig zu schätzen, wenn man in Länder reist, die diesen Standard bei Weitem nicht haben. So auch in Kambodscha.

Filtersysteme und Tonkrüge

Bei zwei unserer bereits im Vorjahr gebohrten Brunnen, Sophat und Sin Lob, und bei einem unserer diesjährig installierten Brunnen, Pin O, hat sich bei unserer Projektevaluation herausgestellt, dass das daraus gewonnene Wasser eisenhaltig ist. Eisen und Mangan kommen in Wasser mit geringem Sauerstoffgehalt vor und stellen üblicherweise keine Gefährdung der menschlichen Gesundheit dar. Ein erhöhter Eisengehalt birgt vor allem ästhetische (Geschmack, Färbung, Trübung) Probleme. Um diesen entgegen zu wirken installierten wir ein spezielles, aus vor Ort erhältlichen Materialien bestehendes, Filtersystem.

Zwei große, üblicherweise als Regenwasserspeicher verwendete, Tonkrüge werden versetzt hintereinander gestellt. Im oberen Krug befindet sich Kies im oberen Teil und durch ein feines Netz getrennt, Sand am Boden des Gefäßes. Am Krug wird ein Abflussrohr installiert, durch welches das nun gefilterte Wasser in das zweite Gefäß fließen kann. Dort kann dieses in großen Mengen gespeichert werden. Sehr einfach, kostengünstig und sehr effizient. Der verantwortliche Beauftragte des Brunnens übernimmt nun auch das Filtern des Wassers. Der Eisengeschmack ist dadurch beinahe völlig eliminiert und die umliegende Bevölkerung verwendet nun wieder dieses Wasser für ihren täglichen Bedarf.

Für fünf weitere Familien wurden eben solche Tonkrüge besorgt, sodass sie in der Regenzeit direkt am Haus eine Speichermöglichkeit und Entnahmestelle für sauberes Wasser haben.

Brunnen 1. Handgegrabener Brunnen Fam. Ek Sarady

Der Sohn der Familie geht täglich in die Evergreen Community zur Schule. Seine Eltern sind leider beide HIV positiv und vor allem der Vater ist durch die Krankheit schon sehr geschwächt. Da der nächste Schachtbrunnen einerseits auf einem Grundstück steht, das ihnen nicht gehört und andererseits mindestens eine viertel Stunde entfernt ist, bat uns der Familienvater um Hilfe. Nach einer genauen Besichtigung und Erkundung der Lage entschlossen wir uns dafür, der Familie die notwendigen Materialien für das Graben eines Brunnens zur Verfügung zu stellen. Der Vater legte, so gut es ging, selbst Hand an und organisierte sich Hilfe bei seinem Bruder. Die Grabungsarbeiten gingen sehr zügig voran und mussten schließlich wegen dem vielen Wasser beendet werden. Die mit einem Benzinmotor betriebene Pumpe konnte schlicht weg das nachströmende Wasser nicht mehr ausreichend abpumpen. Der Brunnen war ohnehin tief genug und so installierte der Vater, gemeinsam mit seinen Helfern die von uns zur Verfügung gestellten Betonringe, füllte außen alles mit Kies auf und zu guter Letzt installierte er auch noch die von uns verwendete Handpumpe. Die Familie ist überglücklich, nun nicht mehr den weiten, und für die schwer kranken Eltern des kleinen Ek Sarady, beschwerlichen Weg zum Wasserholen zu haben. Bei der Ende 2012 durchgeführten Projektevaluation konnte absolut nichts bemängelt werden. Die Familie ist überglücklich einen so toll funktionierenden Brunnen ganz in der Nähe zu haben und würde sich nun noch eine Toilette wünschen. Da Herr Sarady so vorbildhaft mit dem dort installierten Brunnen um geht wurde ihm eine Unterstützung zugesagt.

Brunnen 2. Handgegrabener Brunnen Green School

Diese "Schule" liegt wirklich sehr weit im Hinterland, wo es lange keine Einrichtung dieser Art gab und die Kinder der 53 umliegenden Familien kaum eine Chance auf Bildung hatten. Bis vor kurzem unterrichtete nur eine Lehrerin, die mit 20$ im Monat von UNICEF unterstützt wird, einige Kinder unter ihrem Haus. Nach einigen Wochen wurde jedoch durch die finanzielle Unterstützung eines kleinen Schweizer Vereins, der umliegenden Community und eines Mannes, dem ein Hotel in Stung Treng gehört, ein Haus mit 2 Klassenzimmern gebaut und das Gehalt der Lehrerin aufgestockt. In diesen zwei Klassen werden nun 57 Kinder von 3 bis 8 Jahren in Khmer unterrichtet. Leider ist die Wasserversorgung in dieser Region sehr schlecht und ein Tiefbohrbrunnen wäre notwendig gewesen. Nachdem die von uns beauftragte kambodschanische Bohrfirma dieses Gebiet erreichte und sofort mit den Arbeiten begann, wurde unsere Hoffnung auf Wasser jedoch schnell enttäuscht. Das Gebiet ist nicht nur weit im Hinterland sondern leider auch noch sehr wasserarm. Nach mehreren Bohrungen mussten wir leider einsehen, dass dort kein Wasser zu finden ist und beschlossen, eines der vorhandenen Bohrlöcher zu erweitern um zumindest einen handgegrabenen Brunnen mit Deckel und Handpumpe als Regenwasserspeicher daraus zu machen. Am Ende der nächsten Trockenzeit wird dieser dann fertiggestellt werden.

Brunnen 3. Handgegrabene Brunnen Fam. Vana und Fam. Tuy

Beide Familien besitzen bereits einen selbst gegrabenen Brunnen. Die Tiefe betrug jedoch nur wenige Meter, weshalb in der Trockenzeit - gerade dann, wenn Wasser gebraucht wird - die Brunnen leer waren. Weiters waren sie nur mit einem Wellblech abgedeckt. So konnte Schmutz beinahe ungehindert eindringen und die Wasserqualität noch mehr verschlechtern. Eine Pumpe gab es auch nicht. Das Wasser wurde mit einem Kübel, an dem ein Seil befestigt worden war, herauf gezogen.

Mr. Vana lebt mit seiner Frau, seinen 3 Kindern und einem weiteren Jungen, dessen Vater verstorben ist in einem ca. 20m² großen Holzhaus. Die Familie ist sehr arm. Arbeit ist nur schwer zu finden und saisonabhängig. Die Familie muss von gerade einmal 30$ im Monat leben. Um ihre Lebenssituation zumindest etwas zu verbessern, wurde der Brunnen um einige Meter tiefer gegraben, mit Betonringen ausgekleidet und bekam einen Deckel sowie eine Handpumpe eingesetzt. Bei der Projektevaluation Ende 2012 sah man einen vorbildhaft gepflegten und gewarteten Brunnen. Die Familie ist sehr dankbar für die Unterstützung.

Die neunköpfige Großfamilie Tuy mit 4 Kindern lebt in 2 Häusern mit gerade einmal 5m². Ihre Arbeit besteht darin, die Cassavawurzeln in kleine Stücke für den Verkauf zu schneiden. Ihr Monatslohn beträgt 20$ und der nächste Trinkwasserbrunnen war rund 1,5km entfernt. Eine Strecke, die oft von den Kindern mehrmals am Tag zurückgelegt werden musste, um Eimer voll Wasser zu holen. Obwohl auch sie bereits einen handgegrabenen Brunnen hatten, entschieden wir uns aufgrund von einigen Problemen, wem nun der Grund gehört usw. einen neuen Brunnen direkt vor dem Haus von Mr. Than Tuy zu graben. Yin Suphorn, ein fleißiger Mitarbeiter der Evergreen Community, installierte nach einer kurzen theoretischen Einweisung eigenhändig die Handpumpe. Groß und klein, alle halfen mit, und in kurzer Zeit hatte auch die Familie Tuy endlich Zugang zu nahem Trinkwasser. Bei der Projektevaluation Ende 2012 musste wir mit Bedauern feststellen dass Herr Tuy zwei Tage zuvor verstorben war. Die Gattin sagte uns dass ihr Mann sehr froh darüber war den fertigen Brunnen und somit die Sicherstellung mit Wasser noch gesehen und erlebt zu haben. Bei unserer Besichtigung sahen wir dass die Pumpe auf Grund eines kleinen Defektes nicht funktionsfähig war. Der Schwiegersohn der Familie hat aber schon alles zerlegt und war inmitten der Reparaturarbeiten.

Brunnenbohrungen

Brunnen 4. Evergreen

Community Die Bohrung für den neuen Tiefbohrbrunnen der Evergreen Community wurde vom 26. 1. bis 2. 2. 2012 durchgeführt. Zuerst versuchte es die Bohrfirma auf der anderen Seite des „Farming Project“- Geländes, jedoch wurde dort bei 2 Bohrversuchen nicht ausreichend Wasser gefunden. Der Bohrtrupp ließ sich jedoch davon nicht entmutigen und versuchte es noch einmal vor dem `Evergreen Community Center`, wo schließlich das Glück auf ihrer Seite war.

Auf den ersten Metern wurden Erde und Lehm mithilfe von Wasser aus dem Bohrloch gewaschen. Die aus dem Bohrloch austretende Erde/Kiesmischung wird dabei regelmäßig überprüft um feststellen zu können, ob man auf eine unterirdische Steinschicht stößt. Nach 8 Metern war es dann so weit und man wechselte den Bohrkopf aus, um die Felsschicht mit Hilfe von Luftdruck zu durchbohren.

Wir konnten es kaum glauben, als wir feststellten, dass diese unterirdische Steinschicht erst nach weiteren 30 Metern Bohrtiefe endete und darunter mehr klares Wasser hervorkam als wir uns je vorgestellt hätten.

Nachdem alle Rohre eingesetzt waren, wurde das Betonfundament ausgelegt, die Pumpe eingesetzt und schlussendlich auch die Handpumpe installiert. Das Wasser aus dem neuen Brunnen hat, da es unter einer so dicken Felsschicht hervorkommt, eine sehr gute Qualität und Reinheit und es ist jeden Tag wieder eine unglaubliche Freude zu sehen, wie sich die Kinder der Evergreen Community mit diesem Wasser waschen und damit spielen. Bei der Projektevaluation Ende 2012 konnte bei diesem Brunnen nichts bemängelt werden. Er funktioniert einwandfrei.

Brunnen 5. Chao Seng Hong

Dieser neue Brunnen wurde in Stung Treng, nahe der Evergreen Community gebohrt. Sobald man die Hauptstraße verlässt und einen Sand/Lehmweg Richtung Community folgt, kommt man an vielen ärmlichen kleinen Behausungen vorbei. Beim Durchfahren dieses Gebietes schreien einem die Kinder schon von weitem ein herzzerreißendes „Hello“ entgegen.

So lebt hier zum Beispiel auch eine Familie zu elft, auf gerade einmal 15m² zusammengepfercht, in einem Häuschen aus Wellblech. Zum Leben haben sie nur das Nötigste. Meist sind die Eltern arbeitslos und die Kinder haben nur Dank Mr. Long Lypo und der Evergreen Community die Chance auf Bildung und eine bessere Zukunft.

Der größte Teil des dort bewohnten Grundes gehört der Familie Chao Seng Hong. Die meisten Familien dürfen kostenlos auf ihrem Grund leben, und haben bis jetzt auch den handgegrabenen Brunnen von Chao Seng Hong mitbenutzen dürfen. In der Trockenzeit trocknete jedoch dieser Brunnen nahezu völlig aus und so entschieden wir, für diese Community einen neuen Tiefbohrbrunnen zu errichten.

Der neu gebohrte Brunnen versorgt nun rund 15 Familien mit sauberem und qualitativ hochwertigem Trinkwasser, und erleichtert somit ihre schwierigen Lebensbedingungen wesentlich. Die Familie Chao Seng Hong wird die Verantwortung und auch die etwaigen Wartungsarbeiten für den Brunnen übernehmen. Somit sind sie selbst für ihre Wasserquelle verantwortlich und werden unabhängig von weiterer externer Unterstützung. Bei der Projektevaluation Ende 2012 konnten keine Mängel festgestellt werden. Am oftmals gefahrenen Weg zur Evergreen Community bemerkte man, dass auch dieser Brunnen stark frequentiert wird.

Brunnen 6. Pinh O

Analphabetismus und extreme Wasserarmut vor allem in der Trockenzeit prägen die Region rund um das Grundstück der Familie Pinh O. Weit abgelegen von einer medizinisch bedenkenloser Wasserentnahmequelle und einer Bildungsmöglichkeit, versucht die Familie mit Landwirtschaft, Köhlerei und Arbeiten auf anderen Farmen das benötigte Geld zum Überleben zu verdienen. Auf dem Grundstück steht ein tiefer handgegrabener Brunnen, der jedoch nicht einmal in der Regenzeit die Familie ausreichend mit Wasser versorgen kann. In der näheren Umgebung leben noch weitere 15 Familien, die ebenfalls nicht genug Wasser in der Trockenzeit zur Verfügung haben und deren Kinder überdies keine Möglichkeit haben, Lesen und Schreiben zu lernen.

Aufgrund des hohen Kinderanteils und der extremen Armut in dieser Region haben wir beschlossen, zu allererst einen Brunnen zu installieren. Am 3.Mai wurde mit den Arbeiten am Brunnen der Familie Pinh O angefangen. Nach 32m stießen die Arbeiter auf Wasser und somit waren die Bohrarbeiten nach einem Tag beendet. Am 4. Mai konnte die Firma schon mit dem Betonieren anfangen. Über die nächsten Tage begann die Regenzeit und die Arbeiten zogen sich etwas in die Länge. Am 7. Mai konnte schließlich doch die Handpumpe montiert werden und der endgültige Abschluss erfolgte am 9. Mai. Die Familie scheint sehr glücklich über den Brunnen. Mr. Pinh O versicherte mehrmals, sich um die Wartung des Brunnens zu kümmern. Hinzu kommt, dass weitere 15 Familien d.h. ungefähr 60 Menschen, von dem Brunnen profitieren.

Leider ist dieses Gebiet nur am absoluten Ende der Trockenzeit, aber auch dann sehr schwer, zu erreichen. Erst die zweite von uns beauftragte Bohrfirma sah sich in der Lage, den Bohrplatz zu erreichen. Nach einer problemlos wirkenden Bohrung wurde der Brunnen installiert, aber bereits nach einigen Tagen verschlechterte sich die Wasserqualität. Der Beginn der Regenzeit hinderte uns aber vorerst daran, dieses Gebiet nochmals zu erreichen und so müssen wir bis zur nächsten Trockenzeit warten. Solange können die Familien aber wie bisher vom Regenwasser, das zurzeit ausreichend vom Himmel strömt, leben.

Bei der Projektevaluation Ende 2012 stellte sich aber heraus dass durch die starke Nutzung des Brunnens während der Regenzeit das Bohrloch gut geschwemmt und gereinigt wurde. Das Wasser ist nun noch etwas eisenhaltig und darum haben wir uns entschlossen auch dort das gut bewährte Filtersystem zu installieren. Die Menschen dieses sehr abgelegenen Gebietes sind überglücklich nun einen Brunnen zu haben.

Brunnen 7. Has Samnang

Die achtköpfige Familie Has Samnang lebt in einem sehr bescheidenen Haus, das mit einem Strohdach einen ca. 10 m² „geschlossenen“ Lebensbereich bietet. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie sich mit dem Anbau von Gemüse und Früchten. Außerdem arbeiten sie auf nahegelegenen Farmen, um zusätzliches Geld zu verdienen. Mit dem monatlichen Budget von 50$ versuchen sie, sich über die Runden zu bringen und die Familie so gut es geht zu ernähren.

Zwar befindet sich auf dem Grundstück der Familie ein handgegrabener Brunnen, dieser hat jedoch selbst nach tagelangen Regenfällen kein Wasser. Die nächstgelegene Wasserentnahmestelle, die jedoch ca. 2 km entfernt liegt, ist ein Bohrbrunnen, der bereits von unserem Verein im März 2011 fertiggestellt wurde. Die von uns durchgeführte Evaluation des Projektes zeigte, dass in der Trockenzeit Menschen von über 3km Entfernung zu diesem Brunnen kommen, um Wasser zu entnehmen. Es sind die Kinder, die jeden Tag den langen Marsch auf sich nehmen müssen, um das kostbare Nass für den täglichen Bedarf zu besorgen. Da diese Tätigkeit sehr viel Zeit beansprucht, haben sie oft keine Möglichkeit eine Ausbildung zu erhalten.

Der von uns installierte Bohrbrunnen kommt jedoch nicht nur der Familie Has Samnang zugute, sondern auch ca. 15 anderen Familien, die in der Umgebung leben und ebenfalls weite Strecken auf sich nehmen müssen, um Trinkwasser zu besorgen.

 

 

Leider ist auch dieses sehr abgelegene Gebiet nur am absoluten Ende der Trockenzeit, aber auch dann nur sehr schwer, zu erreichen. Die zweite von uns beauftragte Bohrfirma sah sich dazu in der Lage und begann am 6.5.2012 mit den Arbeiten. Sie waren ziemlich schnell und konnten nach bereits einem Tag die Bohrarbeiten abschließen. Am 9.5 wurde die Handpumpe installiert und am 11.5 waren die Arbeiten endgültig abgeschlossen. Das Wasser war nach 2 Tagen noch etwas sandig aber es wurde bereits klarer. Durch die zum Teil stark einsetzenden Regenfälle während der Arbeiten gehen wir davon aus, dass sich die Wasserqualität über die Regenzeit hinweg, bei regelmäßiger Brunnenbenutzung, verbessern wird. Sollte sich, wider Erwarten, diese Verbesserung nicht einstellen, so ist die Bohrfirma dazu angehalten, ein neues, funktionsfähiges Bohrloch zu installieren.

Die Projektevaluation Ende 2012 bestätigte unsere Hoffnung auf Verbesserung der Wasserqualität. Der Nutzung dieses Brunnens steht nun nichts mehr im Weg.

 

 

Danke!

Viele kleine und größere Spenden ermöglichten uns, der Bevölkerung in den ländlichen Gebieten der ärmsten Provinz Kambodschas, Stung Treng, zu helfen. Wir danke allen Spendern, ganz besonders den Initiatoren und Teilnehmern der Weinverkostung in St. Peter am Wimberg und den Schülern der HLW 19 in Wien für ihren unermüdlichen Einsatz. Weiters danken wir dem Verein „Wasser für die Welt“ deren Leitung unser Projekt als unterstützenswert empfunden hat und auch der Theatergruppe Schönering, die alljährlich ihre Einnahmen einem guten Zweck widmen, sagen wir vielen Dank. Einigen einzelnen Privatpersonen die durch ihren Einsatz Spender begeistern konnten, so wie dies Herr Herbert Karl und Herr Raphael Gierlinger mit ihrem Lied- und Mundarttextprogramm "Gwea duach's Leem" bereits mehrmals geschafft haben, oder wie es Herr Bernhard Pascher mit seiner runden Geburtstagsfeier durch den Verzicht auf Geschenke fertig gebracht hat, dem Wasserprojekt finanziell notwendige Unterstützung zukommen zu lassen, sei herzlichst gedankt.

Hiermit möchten wir uns nochmal sehr herzlich im Namen aller bedanken, die durch Ihre Spende zu einem menschengerechteren Leben durch sauberes Wasser gekommen sind. Der Anspruch auf sauberes Trinkwasser muss als allgemeines Menschenrecht gelten, diese Auffassung hat nun auch die UNO am 28. Juli 2010 einstimmig festgeschrieben.

VIELEN DANK FÜR IHRE UNTERSTÜTZUNG!!!

Mit freundlichen Grüßen

Team "Hopeful Water Project"