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02.08.2019

10 Jahre Childrenplanet


Wir dürfen Sie und Euch sehr herzlich zu unserer Jubiläumsfeier im Ars Electronica Center einladen! In unseren »Jubiläums-Storys zeigen wir ab Mitte August Menschen, die Childrenplanet geprägt und begleitet haben.


06.06.2019

Tätigkeitsbericht 2018


Wir freuen uns, Ihnen den Tätigkeitsbericht 2018 präsentieren zu dürfen! Ab sofort steht der Childrenplanet-Tätigkeitsbericht 2018 online zum Download zur Verfügung; in Kürze ist auch die Printversion erhältlich.


04.03.2019

Literatur-Dinner "Abenteuer Auslandsdienst"


Liebe Literatur- und Kulinarik-LiebhaberInnen,

internationale Kochkunst und um die Welt reisen? Das geht nicht nur im Flugzeug, sondern auch bei den Hoflieferanten.

Genießen Sie am Mittwoch, 03. April 2019, ab 18 Uhr...[ weiterlesen... ]


22.06.2017

Eduard-Ploier-Preis 2017


Childrenplanet erhält Eduard-Ploier-Preis  für Entwicklungszusammenarbeit 2017

„Hilfe zur Selbsthilfe“, dieses fundamentale Credo Eduard Ploiers, der damit das humanitäre Grundprinzip der internationalen Entwicklungshilfe...[ weiterlesen... ]


12.12.2016

CHILDRENPLANET erhält den Menschenrechtspreis 2016 für Verdienste um die Menschenrechte


(Linz, 10.12.2016) Am Freitagabend (09.12.2016) nahmen Valentin Pritz (Geschäftsführer) und Christian Gsöllradl-Samhaber (Obmann), im Linzer Landhaus stellvertretend für den Verein CHILDRENPLANET (Verein für die internationale...[ weiterlesen... ]



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< Klangspektrum OÖ - Eferding - 7.1.2012

Ahnenfest bei Long Lypo – Bun Katenew

Bun Katenew ist die alte Bezeichnung für ein Ahnenfest, das einmal im Jahr, zumeist vor Beginn der Regenzeit stattfindet. Zu diesem Fest, welches auf Lypos Anwesen am Freitag den 9. März, stattfand, kamen die Verwandten, welche verstreut in Kambodscha leben, Freunde der Familie, LehrerInnen und SchülerInnen zusammen.

Schon Tage vor diesem Ahnenfest herrschte in der Evergreen Community reges Treiben . Die Kinder und LehrerInnen sammelten Müll und liegengebliebenes Zeug ein, gossen die Pflanzen, ebneten den Boden, die Frauen bereiteten Speisen vor, Tische und Stühle wurden aufgestellt und das Haus, in dem Lypo mit seiner Familie lebt, wurde ein wenig renoviert. Die Freude und Aufregung vor den Feierlichkeiten waren für uns Volontäre deutlich spürbar und auch wir schauten diesem Ereignis mit freudiger Erwartung entgegen.

Lypo erkärte mir, dass dieses Ahnenfest für ihn eine große Bedeutung habe und für ihn ein besonderes Fest sei, nicht zuletzt, da nur an diesen 1,5 Tagen im Jahr die gesamte Familie, aus den verschiedenen Teilen des Landes zusammenkomme um gemeinsam den Ahnen zu gedenken. Zu diesem wichtigen Fest wird bereits bereits verstorbenen Familienmitgliedern, die größtenteils das Regime der Khmer Rouge nicht überlebt haben, Ehre erwiesen wird, ihnen für die Geburt und das Wohl der Kinder, wie für das eigene Leben, die Gesundheit und für den Wohlstand, wie Essen und ein Dach über dem Kopf, gedankt . Dabei gehen die Menschen davon aus, dass die Ahnen, nicht nur während des Festes in Form von Geistern zugegen sind, sondern diese auch im Alltag mit den Nachkommen über Träume aber auch über die sogenannte innere Stimme kommunizieren.

In der Kultur der Khmer werden zu diesem Ahnenfest auch die Geister der Verstorbenen eingeladen. Die Kinder bringen am zweiten Tag der Feier den Mönchen Essen und glauben, dass durch die Nahrungsaufnahme der Mönche, dieses Essen über eine Brücke zu deren Vorfahren gelangt.

Am Freitag gegen 15 Uhr begann das Fest damit, dass vier Mönche und ein etwas älterer Kambodschaner für die Gemeinschaft beteten und diese dann sowie das Anwesen segneten. Diese Feierlichkeiten, bei denen vor allem die Frauen im tradioneller Khmer Kleidung erscheinen, werden bewusst nahe dem „Khmer new year“ Anfang April gelegt, damit durch die Gebete und die Segnung der Mönche das alte Jahr verabschiedet und das Neue willkommen geheißen werden kann. Nach den Gebeten und der Segnung wird gemeinsam gegessen, wobei die SchülerInnen und LehrerInnen die Schüsseln mit Reisnudeln und Currys, sowie die Getränke zu den Tischen mit den wartenden Gästen bringen. Die einzigen, die an diesem Abend mit leerem Magen das Fest verließen, waren die Mönche. Ihnen ist es nur zweimal täglich erlaubt zu essen, morgens und mittags. Sie bekommen erst am Samstagmorgen nach der Segnung der Speisen von den Kindern Reis serviert, am Freitag werden ihnen Getränke wie Coca Cola, Wasser und Kokosmilch gereicht. Nach dem Mahl und nach Einbruch der Dunkelheit wurde auf der Wiese vor Lypos Haus Musik gespielt und die Kinder eröffneten die „Tanzfläche“. Sie zerrten auch uns Volontäre auf die Tanzfläche, jeder Widerstand war zwecklos, Alt und Jung feierten gemeinsam bis etwa 23.00 Uhr ausgelassen das Ahnenfest.